030 90277 2666

Sozialpädagogischer Bereich (SPB)

Im Rahmen der Inklusion hat die Hugo-Gaudig-Schule unterschiedliche Maßnahmen ergriffen, um
der Vielfältigkeit der Schüler gerecht zu werden. Die individuelle Förderplanung, die insbesondere in der Anfangszeit durch erfahrene externe Berater begleitet wurde, ist hierbei ein wichtiger Baustein, um die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zielorientiert unterstützen zu können. Um den vielfältigen Niveaustufen der Schülerschaft möglichst gerecht zu werden, findet ein Großteil des Unterrichts in Binnendifferenzierung statt.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 hat die Hugo-Gaudig-Schule das Förderband eingeführt, das zunächst einstündig im Stundenplan in jeder Jahrgangsstufe verankert ist. Das Förderband hat zum Ziel, alle Schüler bestmöglich zu fordern und zu fördern, indem sie in Kleingruppen nach verschiedenen Schwerpunkten (Deutsch, Mathe und Englisch) unterrichtet werden. Es werden Kurse sowohl für die leistungsstarken, als auch leistungsschwachen Schüler angeboten, sodass eine Förderung in beide Richtungen stattfindet. Des Weiteren werden die Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ in temporären Lerngruppen individuell gefördert.
Die Aufgaben des Fachbereichs Inklusion an der Hugo-Gaudig-Schule umfassen die Koordination der Förderstunden für die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie die bedarfsgerechte Verlängerung bzw. die Begleitung von Neuanträgen für den jeweiligen Förderbedarf . Hier für stehen der Hugo-Gaudig-Schule Sonderpädagogen der sonderpädagogischen Koordinierungsstelle (Sibuz) zur Seite, die neben beraterischen Tätigkeiten die Diagnostik durchführen. Des Weiteren werden die Kollegen der Schule temporär von erfahrenen, externen Beratern bei der individuellen Förderplanerstellung unterstützt. Ein weiteres organisatorisches Aufgabenfeld des Fachbereichs Inklusion ist die Bereitstellung der aktuellen Anträge, die Kontrolle der sonderpädagogischen Akten sowie die Unterstützung bei der Kontrolle und Erstellung aktueller Listen, in denen die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf vermerkt sind. Ferner wurden zahlreiche sonderpädagogische Materialien bestellt, die den Kollegen und Schülern zur Verfügung stehen.

Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit

Die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit besteht auf der Grundlage der Freiwilligkeit und richtet sich an alle Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Hugo-Gaudig-Schule. Die Schulsozialarbeiter helfen, Probleme zu vermeiden, sie gegebenenfalls zu verarbeiten und zu lösen. Sie unterstützen die individuelle Persönlichkeit der Schüler in ihrer individuellen Lebenswirklichkeit und befassen sich beispielsweise mit folgenden Fragestellungen: Mit wem kann ich darüber sprechen? Wem kann ich vertrauen? Welche Rechte und Möglichkeiten habe ich? Welches Amt oder welche Einrichtung ist zuständig? Die Mitarbeiter der Schulsozialarbeit setzen sich mit diesen Fragestellungen auseinander und gestalten maßgeblich den offenen Ganztag mit, indem sie einen Aufenthaltsraum „Wohnzimmer“ bereitstellen und AGs (bspw. Kochen, Parcours) anbieten oder Angebote außerhalb der Schule wie Aikido, Karate, Breakdance, Gitarrenunterricht zur Wahl stellen.
Ein weiterer Grundpfeiler der Schulsozialarbeit umfasst den Bereich des Zuhörens und Beratens. Es geht dabei um die Einzelberatung von Schülern, Eltern oder Lehrkräften sowie gemeinsamen Beratungsgesprächen mit Schülern und Eltern bei Schulschwierigkeiten sowie bei Erziehungsund Lebensproblemen. Darüber hinaus statten die Schulsozialarbeiter Hausbesuche ab, übernehmen eine Einzelfall- und psychosoziale Beratung, z.B. bei Ablösungsprozessen vom Elternhaus. Im Einzelfall wird die Begleitung und Vermittlung zu Ämtern und Institutionen, wie dem Regionalen Sozialdienst, dem Sozialamt, Drogenberatungsstellen und anderen institutionellen Beratungsstellen realisiert.

Benachteiligte und gefährdete Jugendliche werden unterstützt, indem eine Betreuung und Begleitung bei der Schulpflichterfüllung (einzelfallbezogene Förderung) oder aber auch eine Beratung und Kontaktaufnahme zu Erziehungsbeistandschaften und Jugendhilfeinstitutionen erfolgen. Mitarbeiter in der Schule werden beispielsweise beim Umgang mit Schulversäumnissen, der Umsetzung des Maßnahmenkatalogs (vgl. Interventionskonzept) sowie Organisation und Moderation von Klassenkonferenzen unterstützt. Zudem erfahren die Lehrkräfte der Hugo- Gaudig-Schule Unterstützung beim Kontakt zu Jugendämtern, Schulpsychologie und außerschulischen Institutionen und der Organisation und Durchführung von Schulhilfekonferenzen.

Die Schulsozialarbeiter sind vollwertige Mitglieder bei Dienstbesprechungen, ESL-Sitzungen und Konferenzen. Sie nehmen an Elternabenden, Klassenfahrten oder Wandertagen teil, gestalten gemeinsam mit den Lehrkräften Präventionskonzepte und unterstützen die Kooperation mit außerschulischen Bildungseinrichtungen sowie abgebenden und aufnehmenden Schulen. Die Mitarbeiter des sozialpädagogischen Bereichs bringen ihre Kompetenzen gewinnbringend in die Medienarbeit an der Hugo-Gaudig-Schule ein. Sie unterstützen die Kinder und Jugendlichen dabei, verantwortungsbewusste Medienutzer und -produzenten zu werden. Sie sind präventiv zum Thema Cyber-Mobbing tätig, indem sie zu den Themen wie Internet, Whatsapp, soziale Medien und co. aufklärend arbeiten.